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Präsident Josipovic verherrlicht Kommunismus: ´Ohne Partisanen gäbe es das heutige Kroatien nicht´

Der kroatische Präsident Ivo Josipovic kann es nicht lassen. In Istrien nahm er am 70. Jahrestag der Gründung der Partisanen teil. Dort hielt er erneut einen Lobgesang auf die kommunistische Bewegung, die Kroatien in 40 dunkle Jahre totalitäre Herrschaft hüllte, und sogar Morde in Auftrag gab.
Josipovic ist der Meinung, dass in Zeiten der Krise in Kroatien und Europa die Tugenden der Partisanen im Zweiten Weltkrieg die beste Antwort seien, sogar die einzige Antwort auf die Krise. Dabei verglich er die Partisanen aus dem Zweiten Weltkrieg mit den Soldaten aus dem kroatischen Befreiungskrieg aus den Neunzigern. Pikant: In den Neunziger kämpften die Kroaten gegen das jugoslawische Regime, dass von den Partisanen und Tito aufgebaut wurde. Josipovics Partei SDP verließ während der Unabhängigkeitsentscheidung im Parlament sogar die Versammlung - aus Protest.
"Mut und Entscheidungssicherheit führen zum Erfolg. Ich glaube daran, dass der Geist der Partisanen und der Soldaten aus dem Heimatkrieg, auch der Geist von ganz Kroatien sein kann", sagte Josipovic in Brgudac auf einer Feierlichkeit zu Ehren der Partisanen. Diese wurden dort vor 70 Jahren in Istrien gegründet, berichtet die kroatische Nachrichtenagentur "Hina".
Josipovic sieht Partisanen als Demokratie-Bringer
Josipovic sagte, dass die Partisanen und Partisaninnen den kommenden Generationen die Freiheit, eine Perspektive und eine Zugehörigkeit zum jetzigen Europa gaben, das auf dem Boden des Antifaschismus gediehen sei.
"Was die Partisanen zwischen 1941 und 1945 getan haben, das haben auch die Helden des Heimatkriegs im Heimatkrieg getan. Sie verteidigten Kroatien vor einer faschistischen Ideologie und Aggression", sagte Josipovic. Dann begrüßte er auf besondere Weise die anwesenden Partisanen: "gäbe es sie(die Partisanen) nicht, gäbe es das heutige moderne Kroatien auch nicht".
Josipovic hatte 2011 auf einer ähnlichen Veranstaltung bei einem emotionalen Höhenflug behauptet, dass Titos Partisanen den Kroaten "die Demokratie" brachten. Den Kommunismus als solchen, erwähnt er bei seinen Ansprachen nie. Für ihn ist das, was zwischen 1945 und 1990 passierte unter der Abteilung "Antifaschismus" zusammengefasst.
Nachdem Jugoslawien zerbrach, hatten es die Kommunisten nicht leicht ihre Mythen und Legenden aufrechtzuerhalten. Über 1000 nicht untersuchte Massengräber warten noch immer auf eine Analyse.
Kommunisten wollen neue gesetzliche Verfassungs-Verankerung
Der Präsident der Partisanen-Organisation, Buzeta Edo Jerman, betonte, dass "mit dem Auftreten der Partei HDZ an der Spitze des Landes, auch ein Hass, auf alles begonnen habe, was antifaschistisch sei".
"Die antifaschistischen Kämpfer sind diskriminiert, erniedrigt, verletzt, auf alle möglichen Arten wurde ihr Stolz erschlagen. Die mit Arbeit und Kampf erreichten Rechte wurden ihnen genommen. Ich erwarte, dass die neue Koalition endlich mit der Arbeit einer neuen Deklaration über den Antifaschismus anfängt", sagte Jerman. Damit spielte er auf eine Teildistanzierung der kroatischen Regierung nach der Abspaltung von Jugoslawien an. Eine Lustration erfolgte aber nie.
Der Präsident der istrischen Region, Dino Kozlevac (SDP), sagte, dass die Partisanen, angeführt von Josip Broz Tito, einen Sieg erreichten und damit Kroatien an die Spitze der siegreichen Länder im Zweiten Weltkrieg führten.
gm